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Kreiszeitung Böblinger
Bote
Artikel vom: 29.07.2004
Ernüchternde Ergebnisse können sich
trotzdem sehen lassen
Böblingen - Im Böblinger Billard-Palast fanden gleich
zwei Jugend-Turniere des Billard-Verbandes Baden-Württemberg (BVBW)
statt.
Für das Youngsters-Play-off waren 16 Spieler qualifiziert, die
bei den fünf Ausscheidungen in Ravensburg, Nürtingen, Freiburg,
Tiengen und Filderstadt am besten abgeschnitten hatten. Unter ihnen
mit Timur Erenkon, Waldemar Keller, Igor Koba und Alexander Ortmann
gleich vier vom gastgebenden Planet Pool Böblingen. Gespielt wurde
9-Ball auf sechs Gewinnspiele, wobei jüngere Akteure Vorgaben erhielten.
In der ersten Runde gab es die ersten Überraschungen. So verlor
der Ranglistenerste Andreas Schroff mit 3:6 gegen den Böblinger
Waldemar Keller, der als Sechzehnter gerade noch ins Teilnehmerfeld
gerutscht war. Mit demselben Ergebnis verlor auch der favorisierte Konstanzer
Benjamin Baier gegen Marco Lang. Sowohl Baier als auch Schroff steigerten
sich daraufhin erheblich, gewannen auf der Verliererseite ein Spiel
nach dem anderen, bis sie schließlich aufeinander trafen. In dieser
Begegnung behielt Baier mit 6:3 die Oberhand.
Für die Böblinger, die sich mit ihren vier Teilnehmern viel
erwartet hatten, verlief das Turnier eher ernüchternd. Alexander
Ortmann (nicht verwandt mit dem ehemaligen Weltmeister und mehrfachen
Europameister Oliver Ortmann) und Timur Erenkon verloren je zwei Partien,
schieden aus und landeten gemeinsam auf dem 13. Rang. Igor Koba unterlag
nach seinem Auftaktsieg gegen Dominik Hellstern dem Feuerbacher Kramhöller
sowie Schroff vom BSF Kurpfalz und wurde Neunter. Eine Runde weiter
kam Keller, dessen Aus durch die 2:6-Niederlage gegen Baier besiegelt
wurde. Er belegte in der Endabrechnung den siebten Platz. Vor dem Hintergrund,
dass die besten Jugendlichen Baden-Württembergs mitgespielt haben,
können sich diese Ergebnisse trotzdem sehen lassen.
Auf der Gewinnerseite spielte Christoph Brandt vom BSC Freiburg-Kaiserstuhl
überzeugend auf und hielt seine Gegner auf Abstand. Nur gegen Pascal
Foged aus Feuerbach wurde es knapp, beim 6:5 hatte Brandt aber auch
hier das bessere Ende für sich. In der anschließenden Partie
zwischen Baier und Foged wurde der Finalgegner von Brandt ermittelt.
Viele Fehler von Baier waren für den 1:6-Endstand verantwortlich.
Im Finale ging Brandt schnell in Führung. Foged konnte sich zwar
noch einmal herankämpfen, verlor aber am Ende doch mit 4:6. Damit
darf sich Christoph Brandt auf die Teilnahme am Sommertrainingscamp
der EPBF freuen. Auch die anderen Teilnehmer gingen nicht leer aus,
sondern erhielten attraktive Sachpreise.
Der Bambini-Cup wurde zum ersten Mal überhaupt ausgetragen. Dies
war wohl auch der Grund, warum sich nur neun Jugendliche eingefunden
hatten. Mit mehr Werbung wird sich das künftig sicher ändern.
Mitspielen durfte jeder ab Jahrgang 1990 und jünger, gespielt wurde
9-Ball auf vier Gewinnspiele.
Nach vielen spannenden Duellen hieß der Sieger Timo Kozic vom
BC Feuersee. In seinem ersten Turnier konnte er sich im Finale knapp
mit 4:3 gegen den Nürtinger Athanassios Psimenidis durchsetzen.
Den dritten Platz belegte Florian Schrenk vom PBC Trossingen.